Wie versprochen kommt hier der ausführliche Bericht vom Konzert.
Das letzte Mal war Alicia Keys 2004 zu Besuch in Deutschland. Damals konnte ich leider nicht dabei sein, warum weiss ich nicht mehr, aber ich weiss noch, dass ich todtraurig war. Als ich letztes Jahr sah, dass sich Miss Keys im März für Konzerte in Deutschland die Ehre geben würde, war ich begeistert und 5 Minuten später wieder traurig, weil sie nur für 2 Konzerte in Frankfurt/Main und Hamburg auftreten würde, was beides viel zusätzlichen Aufwand bedeutet hätte. Um so mehr habe ich mich gefreut, als ich zu Weihnachten 2 Karten für das Konzert in Hamburg+Hinfahrt und Hotelaufenthalt geschenkt bekam. Ich hab den besten Freund auf der ganzen Welt
Inmitten von Umzugs- und Diplomstress gings dann am Donnerstag nach der Arbeit mit dem Zug nach Hamburg, wo wir gleich ins Hotel eincheckten und noch ein wenig ausruhten. Mit den Öffentlichen fuhren wir dann Richtung Color Line Arena, wo schon eine riesige Menschentraube stand. Nach ca. 15 Minuten waren wir jedoch schon in der Halle und fanden auch gleich unsere wirklich super Sitzplätze. Die Halle war zu ca. 80% gefüllt und pünktlich um 20:00 begann die Show. Zunächst lief ein kurzer Gottesdienst über die Videoleinwand, keine Ahnung, traf nicht meinen Geschmack
Furios belichtet kam dann der Star des Abends an ihrem Piano auf die Bühne gefahren und spielte das Intro-As I Am.
Entäuschenderweise wurden die nächsten 4-5 Songs in einer Art und Weise hintereinander aufeinander ineinander geklatscht runtergerasselt, dass mir fast Sehen und Hören verging. Hinzu kam, dass eine ständige Unruhe um uns herrschte, weil Dutzende Erwachsene es anscheinend nicht schafften, pünktlich zu erscheinen oder es ein paar Minuten ohne Essen, Trinken oder Pullern auf den Sitzen auszuhalten. Vielleicht liegts auch daran, dass ich seltenst einen Sitzplatz bei Konzerten innehatte und sowas nicht mitbekommen habe, aber es war wirklich nervig. Neu war für mich auch, dass anstatt Feuerzeugen Displays von zig Mobiles und Digitalkameras die romantische Stimmung unterstützten
Aber ohne keine Videos auf YouTube und MyVideo
Irgendwann begann Miss Keys dann allein an ihrem Piano zu performen und was soll ich sagen, endlich ging mal ein Gefühl auf mich über und ich fühlte mich wie in einem richtigen Konzert. Diese Stimme ist einfach umwerfend und ich war hin und weg, auch wenn keine 6 Tänzer (die mir ausgesprochen gut gefallen haben) um sie herumgetanzt haben. Über die Leinwand werden Live-Kamera-Bilder mit komischen Digital-Effekten kombiniert, was mir nicht so recht gefallen mag. Auch über diesen Weg macht Alicia Keys auf die Hilfsorganisation “Keep a child alive” aufmerksam als bei “Send me an Angel” Bilder von afrikanischen Kindern eingeblendet werden. Jetzt kann man sich darüber streiten, ob sowas aufgesetzt oder übertrieben ist, meine Meinung ist, dass nichts daran falsch sein kann, seine Berühmtheit für einen guten Zweck einzusetzen.
Ein Höhepunkt des Konzerts ist für mich das Duett mit dem Backroundsänger, bei dem ich weder weiss, wie dieser heisst noch wie der Song hieß. Vielleicht kann mir ja jemand helfen
Die Show neigte sich dem Ende und ich war schon fast traurig, weil ich gern noch “If I Ain´t Got You” gehört hätte. Ich war beeindruckt und fasziniert wie jemand 2 Stunden lang mit dieser Stimme fast ohne Pause performen kann. Ich denke fast, ein Konzert ohne Tänzer, ohne Klimbim hätte besser gepasst. Trotz allem war es wirklich super, auch wenn ich etwas anderes erwartet hätte.
Der Konzertbericht von Laut.de vom Frankfurt-Konzert ließ mich vorher wissen, dass “No One” der letzte Song sein sollte und beim letzten Song, jawohl beim letzten
standen dann die Leute tatsächlich von ihren Sitzen auf
Nachdem Alicia Keys die Bühne verlassen hatte, rechnete ich nicht wirklich mit einer Zugabe, doch kam sie noch einmal und erfüllte mir meinen Wunsch. Der wirklich letzte Song war “If I Ain´t Got You” und das war -zumindest für mich- ein toller Abschluss.
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